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Da es bisher nur rudimentäre Ansätze für eine Standardisierung von Kennzahlensystemen in der Produktion gab, hat sich der Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) der Theamtik angenommen und das VDMA Einheitsblatt 66412 herausgebracht. Es beschreibt jene Kennzahlen, die eine MES-Anwendung auf einer einheitlichen Datenbasis per Definition zu liefern hat. Somit sind erstmals einheitliche und vor allem zuverlässige Leistungs- und Qualitätsvergleiche zwischen Werken, Ländern oder auch Herstellern möglich. Die software4production unterstützt nun die VDMA 66412 Kennzahlen.
Eine wichtige Grundlage für kontinuierliche Verbesserungsprozesse in der Fertigung ist die Nutzung von Kennzahlensystemen, mit denen produktionsrelevante Kenngrößen gemessen, auf Sollwerte hin überwacht und Vergleiche zwischen Maschinen, Abteilungen und Werken vorgenommen werden können. Die neue VDMA Norm 66412 beschreibt neben bereits bekannten eine Reihen von neuen Kennzahlen:
- Mitarbeiterproduktivität
- Beleggrad, Belegnutzgrad
- Nutzgrad
- Durchsatz
- Overall Equipment Efficiency (OEE) Index
- Net Equipment Effectiveness (NEE) Index
- Verfügbarkeit
- Effektivität
- Qualitätsrate
- Rüstgrad
- Technischer Nutzungsgrad
- Ausschußgrad
- First Pass Yield (FPY)
- Ausschussquote
- Nacharbeitsquote
- Fall-off-Rate
- Maschinenfähigkeistindex (Cm)
- Kritischer Maschinenfähigkeitsindex (Cmk)
- Prozessfähigkeitsindex (Cp)
- Kritischer Prozessfähigkeitsindex (Cpk)
Die Norm regelt jedoch nicht nur die Kennzahlenberechnung, sondern sie macht auch deutlich, dass Fertigungsunternehmen idealerweise ein MES nutzen sollten, um verlässliche und reproduzierbare Basiswerte zu erhalten.
Weitergehende Informationen beim VDMA.
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